September 20, 2017
Otto Paul Burkhardt, Südwestpresse

„Der neue Chefdirigent Fawzi Haimor erobert das Publikum im Sturm – mit einem kraftvollen und doch luziden Sound bei Werken von Adams, Copland und Tschaikowski.“

„Was für ein Einstand! Voller Energie. Und mit einem Orchester, das fast wie verwandelt klingt – beseelt mit neuem Schwung, neuem „spirit“. Mehr noch: Auch die Chemie zwischen Fawzi Haimor und dem Publikum schien gleich auf Anhieb zu stimmen. „Good vibes“ also – und am Ende so viel Jubel und Beifall wie selten. Die Aufbruchstimmung war spürbar. Der neue Chefdirigent der Philharmonie legte einen fulminanten Start hin – mit Americana-Hits von John Adams (aberwitzig) und Aaron Copland (magisch). Und mit einer expressiv durchfühlten Vierten von Tschaikowski. Was will man mehr?

„Der luzide Haimor-Sound, wie wir ihn damals beschrieben: Hier war er wieder – at its best! Langfristig gesehen hat Haimor das Zeug, das europäisch grundierte Potenzial der Philharmonie mit den transatlantischen Qualitäten führender US-Orchester auf ein neues Level zu heben.“

„Und wie er dirigiert: mit geballter Energie, fokussiert, auf den Punkt, aber auch elastisch, federnd (bei Adams) oder in weichen, fließenden, eleganten Bewegungen und mit manchmal geradezu tänzerischen Moves am Pult (bei Copland): Klare Konzentration und charmante Lockerheit schließen sich nicht aus.“

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