January 17, 2018
Otto Paul Burkhardt, Südwestpresse

„Aber aufs „Wie“ kommt es an: Die Art, wie die Philharmonie unter dem neuen Chefdirigenten Fawzi Haimor aufspielte, kam schlichtweg mitreißend rüber.
Das Ergebnis: ein vielfältig schillernder, präziser und detailreich durchhörbarer Klang, alles präsentiert in glänzender Spiel- und Swinglaune. Und wenn’s sein muss, mit mächtigem Wumms. Fawzi Haimors erstes Neujahrskonzert – es wurde zum vielversprechenden und umjubelten Ereignis: ein starker Start ins Jahr 2018.“

„Fawzi Haimor macht daraus einen spannenden Orchester-Thriller – mit springlebendig hoppelnden Fagotten und Hörnern. Mehr noch: Er entfesselt mit der Philharmonie und strömenden Streicherfluten ein wildes Chaos aus gewaltigem Tschingderassabum und verzweifelten Klagerufen.“

„Die Krone aber gebührt an diesem Abend dem Finale – George Gershwins Jahrhundert-Poem „Ein Amerikaner in Paris“ (1928). Hier zeigt die Philharmonie, dass sie dank Fawzi Haimor schon etwas vom „spirit“ vieler US- Spitzenorchester ausstrahlen kann. Haimor lässt mitreißendes Musik-Kino ablaufen – Weltstadtflair und Flaneur-Feeling, Straßengetümmel, Glamour und Charleston-Rhythmen.
Bis hin zum grandios inszenierten Orchesterblues – zelebriert so blue as blue can be. Und Fawzi Haimors Gershwin-Lesart ist auch ein Stück Bekenntnis-Musik zu einer Klangwelt, bei der einem das Herz aufgeht, optimistisch und voller Verheißungen.“

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